Berichte:

Für Inhalt und Form der hier eingestellten Berichte sind die jeweiligen Autoren selbst verantwortlich

 

„Let it sing, let it play, let it live!“-

Lebensbild für den Pionier der Erneuerung der Gesangpädagogik in Israel

Giora Raphaeli,

30. November 1939 – 10. August 2017

 

Regula Berger berichtet aus ihrer Arbeit in Holland und Spanien

 

 

Heidi Sponheuer berichtet aus ihrer Arbeit in China

 

 

Bericht von der 35. Gesangstherapietagung
25. – 29.10.2017 am Dottenfelderhof, Bad Vilbel

„Dieses Singen soll dahin wirken, wo der Abbau in den Aufbau übergeht.“ Dieser Satz von Valborg WerbeckSvärdström
war ein Leitstern über unserer diesjährigen Tagung, die zum zweiten Mal auf dem Dottenfelder
Hof in Bad Vilbel stattfand.
Das Tagungsthema lautete diesmal „Gesangstherapie und das System der endokrinologischen Drüsen“.
Zu aller Freude haben über 40 Kollegen sich auf den Weg gemacht, manche von weit her. So waren z.B.
Menschen aus Brasilien und den USA da, aus Italien, aus England, aus Skandinavien.
Thomas Adam hat nach dem morgendlichen „Aufsingen“ Übungen und Übungsreihen im Hinblick auf häufige
Erkrankungen und Störungen im Bereich der Hormon-Drüsen, besonders von Hypophyse und Epiphyse,
Schilddrüse und Nebennieren mit uns erarbeitet und zu weiteren Forschungen zur Verfügung gestellt. Sie
sind auch als Prophylaxe anzuwenden, wenn eine entsprechende Disposition zu erkennen ist.
Besonders wichtig ist seine Entdeckung der Erweiterung der diatonischen Konkordanzreihe durch die
chromatischen Töne, für die er den Namen „organische Konkordanz“ gefunden hat. Im Nachlass von Jürgen
Schriefer entdeckte er sieben Melodien zu den sieben Hauptdrüsen. Diesen Melodien unterlegte er die
Vokale aus der erwähnten „organischen Konkordanzreihe“.
Weiterhin machte er auf die Beziehung zwischen den Chakren und den sieben Hauptdrüsen bezüglich ihrer
Lage und zu vermutenden tieferen Beziehung aufmerksam. In diesem Zusammenhang wies er auf die
Erweiterung der therapeutischen Mittel durch die seelenhygienischen Übungen des achtgliedrigen Pfads, der
von Rudolf Steiner für die Entwicklung des Kehlkopfchakras gegeben wurde, für Menschen mit
Schilddrüsenerkrankungen hin. die eine Beziehung zu spirituellen Wegen haben. Weitere seelenhygienische
Übungen, wie die sogenannten „Nebenübungen“ zur Erkraftung von Denken, Fühlen und Wollen wurden
erwähnt.
Dr. Corinna Falk hat mit uns in ihrer tiefgründigen, aber immer leichten und herzlichen Art die komplizierten
medizinisch-menschenkundlichen Grundlagen entwickelt. Wunderbar war die englische Übersetzung von
Thomas Adam. Auch die Kollegen aus aller Welt konnten dadurch alles gründlich verstehen.
So hatten wir wieder für unsere Arbeitsgruppen, die nach dem Zufallsprinzip zusammenfinden und sich ihre
Arbeitsweise selber geben, vielfältige Übmöglichkeiten. Auch hier hatten wir eine englischsprachige Gruppe.
Vor den Arbeitsgruppen nachmittags gab es noch die Möglichkeit des Erfahrungsaustausches und
gemeinsamen Übens der Massage mit Atem und Gesang. Karita Tuominen und auch andere haben damit
schon langjährige Erfahrung. Hier zeigt sich eine Möglichkeit der rezeptiven Behandlung mit Singen für
Menschen, die nicht oder noch nicht in der Lage sind, selber zu üben, oder aber, die Aufbaukräfte über die
Berührung noch von einer anderen Seite her anzuregen oder zu dämpfen.
Nachmittags im Plenum gab es die Möglichkeit, Berichte zu einer Studie über Heilsingen bei
Schilddrüsenerkrankungen aus Brasilien von Francisca Cavalcanti, Erfahrungen in der Schwangerschafts- und
Geburts-Begleitung von Giselle Whitwell und einen Bericht über systematische Messungen der O2-Sättigung
des Blutes bei Gesangübungen von Hanna Lorenz, sowie kurze Berichte aus aller Welt aufzunehmen, wie z.B.
den Neubeginn einer Kurstätigkeit in China durch Heidi Sponheuer.
Unserer Einladung, sich am chorischen Singen mit Hans Niessen zu beteiligen, folgten bis zu zehn
Mittarbeiter des Dottenfelder Hofes. Dies war wohl auf unser Singen bei der Tagung in 2016 für unsere
Gastgeber zurückzuführen. So fand nun der Chor abends statt, zum Ausklang unserer Arbeit. Neben
Chorwerken aus der näheren Vergangenheit und Gegenwart sangen wir geliebte Vertonungen von Jürgen
Schriefer und beschäftigten uns weiter mit chorischer Improvisation.
Erfüllt vom gemeinsamen Schaffen für die „Schule der Stimmenthüllung“ reisten wir vom Dottenfelder Hof
ab, dankbar und reich beschenkt zurück an unsere Wirkungsorte.

Anne Frey

(Dieser Bericht ist auch im Archif abrufbar)